Online-Vortrag zum Black History Month: Ursprünge und Gegenwart des US-amerikanischen Country-Genres
Feb.
23

Online-Vortrag zum Black History Month: Ursprünge und Gegenwart des US-amerikanischen Country-Genres

Cowboyhüte, Pickup-Trucks, Stars and Stripes und gebrochene Herzen – viele sehen im Country-Genre heute einen Soundtrack ausschließlich männlicher, weißer konservativer Südstaaten- und Westernromantik. Dabei erzählte diese von persönlichem „Storytelling“, Banjos und Fiddles geprägte Musik in ihren Ursprüngen vor über 100 Jahren noch universelle Geschichten. Wie ist dieser Wandel zu erklären? Die Verschmelzung verschiedener europäischer und afrikanischer Musiktraditionen kam mit den freiwillig oder unfreiwillig eingewanderten und mit den gewaltsam im transatlantischen Sklavenhandel verschleppten Menschen in die USA. Warum sind die nicht-weißen und nicht-männlichen Geschichten „verschwunden“? Kommen sie wieder? Und was hat ein mittelständisches Versicherungsunternehmen aus den 1930er Jahren damit zu tun?

Im Rahmen des diesjährigen Black History Months und vor dem Hintergrund des 250. Jahrestages der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ordnet die Amerikanistin Dr. Vanessa Vollmann die Entwicklung der Countrymusik von den Wurzeln in den Minstrel- und Vaudeville-Traditionen ein. Sie geht der Frage nach, wie die Vielfalt in diesem Genre im Laufe der Zeit unsichtbar gemacht wurde und wer davon profitierte. Anhand historischer Entwicklungen, medialer Inszenierungen und aktueller Beispiele wie Lil Nas X und Beyoncé wird deutlich, dass Countrymusik weit mehr ist als Nostalgie: Sie ist ein umkämpfter kultureller Raum, in dem Fragen von Macht, Identität, Geschlecht, “race” und Patriotismus bis heute neu verhandelt werden.

HIER gehts zur kostenfreien Anmeldung

Dr. Vanessa Vollmann:
ist promovierte Amerikanistin und lehrt Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Passau. In ihrer Forschung und Lehre analysiert sie Machtstrukturen in der US-amerikanischen Gesellschaft und untersucht, wie gesellschaftliche Narrative an der Intersektion von “race”, Gender, Klasse und Geschichte entstehen und auch unterdrückt werden. Zu den kulturellen Skripten und Bewegungen, die sie derzeit untersucht, gehören das Broadway-Musical Hamilton, die Geschichte der „Hexenverfolgung“, die Aufhebung von Roe v Wade, die Politisierung von Taylor Swifts und Beyoncés Kunst, Percival Everetts James
als Gegendarstellung von Mark Twains Adventures of Huckleberry Finn, die Geschichte der Gewalt in den USA sowie das Country-Musik-Genre als kulturelle Praxis.

In Kooperation mit der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz. Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts statt.

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One Billion Rising
Feb.
14

One Billion Rising

musicRLPwomen* ist Teil des Koblenzer Aktionsbündnisses One Billion Rising und ruft zur Teilnahme an der diesjährigen Tanzdemonstration auf. 
Am 14. Februar 2026 um 15:00 Uhr treffen wir uns am Löhrrondell in Koblenz, um gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* zu setzen. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen in rund 200 Ländern auf die Straße. Der Name „One Billion Rising“ verweist auf die erschütternde Zahl von etwa einer Milliarde Betroffener geschlechtsspezifischer Gewalt. 
Unter dem Motto „Women on Fire – Ni una menos“ stehen 2026 Solidarität, kollektive Stärke und der Einsatz gegen Femizide und jede Form von Gewalt im Mittelpunkt. Der gemeinsame Tanz zu „Break the Chain“ verbindet Protest mit Empowerment – laut, sichtbar und solidarisch. 
Als Netzwerk für FLINTA*-Personen in der Musikbranche ist es uns ein zentrales Anliegen, Haltung zu zeigen und Teil dieses breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses in Koblenz zu sein. 
Kommt dazu, tanzt mit uns und setzt ein Zeichen.

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